Felisias Verführung
Felisia stand in der Mitte des Raumes, ihre sanfte Präsenz füllte den Raum wie ein unsichtbares Band, das alle umhüllte. Ihr Haar schimmerte in den warmen Lichtstrahlen und fiel wie ein schwarzer Wasserfall über ihre Schultern. Sie wusste, wie ihre Anziehungskraft wirken konnte, wie ihre Bewegungen ein Spiel aus Eleganz und verführerischer Unschuld sein konnten. Ihre Augen, ein tiefes Grünblau, blitzten mit einer Mischung aus Spaß und Geheimnis, als sie den Raum durchschritt und zu Felixiel blickte, der in einem Sessel saß und ein Buch durchblätterte.
„Felixiel“, sagte sie mit einer Stimme, die so weich war wie der Wind in den Bäumen, „du wirkst so in Gedanken versunken. Vielleicht solltest du eine Pause machen und dich ein wenig entspannen?“
Felixiel hob den Kopf, sein Blick traf auf sie, und für einen Moment konnte er den Blick nicht abwenden. Felisia hatte sich so unaufdringlich in Szene gesetzt, ihre Bewegungen waren weich und anmutig, wie eine Katze, die sich geschmeidig durch das Zimmer schlich. Sie stellte sich vor ihn, drehte sich mit einer fließenden Bewegung und setzte sich auf den Tisch vor ihm. Ihr Blick war direkt, aber mit einem Hauch von Spott, und die Art, wie sie ihren Kopf leicht neigte, verstärkte nur das Spiel.
„Du siehst müde aus“, flüsterte sie dann, ihre Stimme tief und sanft, während sie ihren Körper ein wenig näher an ihn rückte, den Kopf ein kleines Stück senkend, als ob sie sich in sein Blickfeld zwingen wollte. Sie ließ ihre Hand mit einer fließenden Geste über den Tisch gleiten, die Finger gerade so, dass sie nur die Kante des Tisches berührten, während sie immer noch in seinen Augen spielte.
Felixiel atmete kurz aus, seine Augen folgten jeder ihrer Bewegungen. „Du bist eine… gefährliche Frau“, murmelte er, ein Lächeln spielte an seinen Lippen, aber er ließ sich nicht von ihrer Aura überwältigen. „Du weißt genau, was du tust.“
„Oh, ich weiß“, antwortete sie mit einem leichten, fast unschuldigen Lächeln, während sie sich wieder zurücklehnte und einen Moment die Wirkung ihrer Nähe spürte. „Aber du hast dich so in deine Arbeit vertieft, vielleicht ist es Zeit für ein kleines Spiel.“
Sie erhob sich langsam, zog ihren Kapuzenmantel ein wenig enger um ihre Schultern und ließ ihn dann wie beiläufig fallen, als ob er einfach aus ihrer Hand geglitten wäre. Das leichte Rascheln des Stoffes durchbrach die Stille, und für einen Moment dachte Felixiel, dass es gar keine Scherze mehr gab – nur sie, und die Spannung, die sie geschaffen hatte.
„Spiel?“ Felixiel stellte das Buch beiseite, seine Augen hatten ihren humorvollen Schimmer beibehalten, doch ein neues Interesse hatte sich auf seinem Gesicht manifestiert.
„Oh, nur ein kleines Spiel“, sagte sie, ein herausforderndes Funkeln in ihren Augen. Sie ging mit langsamen, bedachten Schritten auf ihn zu und beugte sich dann vor, sodass ihre Haare ihm fast das Gesicht streiften. „Mal sehen, wie lange du dich noch zurückhalten kannst.“
Felixiel starrte sie einen Moment an, bevor er sich zurücklehnte und ihr ein amüsiertes Lächeln schenkte. „Du bist wirklich ein faszinierendes Rätsel, Felisia.“
„Das ist das, was dich so fesselt, nicht wahr?“ Sie flüsterte die Worte fast wie ein Geheimnis, ihre Lippen fast auf seiner Haut, bevor sie sich abrupt zurückzog und mit einem selbstsicheren Lächeln auf ihre eigene Weise in den Raum zurücktrat.
Felixiel seufzte tief, doch das Lächeln auf seinen Lippen war mehr als nur amüsiert. „Du bist eine Herausforderung.“
„Oh, das ist der Spaß daran“, sagte sie mit einem zwinkernden Blick, während sie sich zurückzog, um sich in der Tiefe der Schatten zu verlieren – aber der Eindruck von ihr blieb wie ein flimmerndes Bild, das sich nicht so leicht entweichen ließ.
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