Marie Blogeintrag über die Throne

 Wenn ich mir unsere sechs Throne so ansehe, dann merke ich erst, wie unterschiedlich wir alle sind. Jede von uns hat einen Sitz, der nicht nur ihren Charakter, sondern auch ihre Fähigkeiten und ihre Essenz widerspiegelt. Ich werde sie hier einmal genau beschreiben.

Zuerst ist da Elysias Thron. Wobei "Thron" eigentlich nicht das richtige Wort ist. Sie sitzt auf dem Kopf eines gigantischen Drachen. Einem echten Wesen. Sein Körper windet sich weit in den Raum, und sein Blick strahlt eine erhabene Ruhe aus. Die Schuppen des Drachen schimmern in einem Farbenspiel, das sich ständig verändert. Ein mächtiges Wesen, das sich ohne Frage seinem Reiter unterordnet. Elysia thront dort oben mit einer natürlichen Selbstverständlichkeit, als hätte es nie anders sein sollen.

Ellies Thron könnte das genaue Gegenteil sein. Während Elysias Sitzplatz lebendig ist, besteht Ellies Thron aus purer Dunkelheit. Ein schwebender Kosmos aus Schatten, der in sich zu pulsieren scheint. Dunkle Nebel fließen um ihre Silhouette, und es wirkt fast so, als würde sie sich in der Dunkelheit auflösen, wenn sie sich zu sehr hineinlehnt. Es ist ein Thron, der schwer zu begreifen ist, ein flüsterndes Stück Finsternis, das auf eine beunruhigende Weise lebendig scheint.

Sophias Thron hingegen ist das strahlende Gegenteil. Eine prächtige Konstruktion aus Gold und Weiß, mit himmlischen Symbolen verziert. Es scheint, als ob ihr Thron selbst auf einem eigenen kleinen Podest schwebt, umgeben von sanftem Licht. Er wirkt fast heilig, ein göttlicher Sitz, der die Erhabenheit und Reinheit symbolisiert, die Sophia mit sich bringt. Er hebt sie über alles andere, nicht aus Arroganz, sondern aus einer natürlichen Aura der Majestät.

Dann wäre da Sophies Thron. Ich weiß nicht einmal, wo ich anfangen soll. Es ist etwas, das ich nie zuvor gesehen habe. Eine fremde Materie, die auf unserer Welt unbekannt ist. Ihre Oberfläche scheint zu fließen und zu erstarren zugleich. Es ist weder fest noch flüssig, weder leuchtend noch dunkel. Der Anblick allein verwirrt die Sinne. Sophie selbst sagt nur, dass es eine Substanz sei, die noch niemand auf dieser Welt verstehen könne. Und genau das beschreibt Sophie perfekt: Sie ist ein Mysterium für sich.

Lisas Thron besteht aus Stein, aber nicht aus gewöhnlichem Stein. Es ist eine perfekte Mischung aus Natur und Elementen. Man kann kleine Flammen sehen, die über seine Oberfläche tanzen, während Wassertropfen entlang der Kanten rinnen, die dann verdampfen und als feiner Nebel in der Luft schweben. Der Thron steht in Harmonie mit der Natur, genau wie Lisa. Und natürlich gibt es den Kelch. Immer gefüllt mit Wasser, das niemals ausgeht. Es ist ein kleiner, aber bedeutender Luxus, den sie sich immer gönnt.

Und dann gibt es mich. Ich, Marie, habe keinen goldenen, flammenden oder schwebenden Thron. Ich habe einen Sessel. Einen einfachen, aber bequemen Sessel. Doch er kann schweben, wenn ich es will, und genau das ist es, was mich ausmacht. Ich strebe nicht nach Prunk oder Erhabenheit. Ich möchte es gemütlich haben. Es ist mein Platz der Ruhe inmitten all der Mächte um mich herum.

So unterschiedlich wir auch sind, unsere Throne zeigen genau das, was uns ausmacht. Und irgendwie ist das schön. Jeder von uns hat seinen eigenen Platz – aber am Ende sitzen wir doch alle zusammen.

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