**Interview mit Elysia – Teil 2: Freunde, Familie und Selbstbild**

**Sophie:** Im ersten Teil haben wir viel über dich als Wesen, als Göttin und deine Fähigkeiten erfahren. Doch heute soll es um etwas anderes gehen: dein Leben vor all dem, deine Freunde, deine Familie und wie du dich selbst siehst. Lass uns mit deiner Familie anfangen. Wie war dein Leben, bevor du zu dem wurdest, was du heute bist?

**Elysia:** Es war... normal. So normal, wie es eben sein kann. Ich hatte Eltern, ich hatte eine Kindheit. Meine Familie war nicht perfekt, aber sie war meine Familie. Meine Mutter war eine liebevolle Frau, mein Vater war eher streng, aber er wollte nur, dass ich stark werde. Ich glaube, sie würden jetzt nicht erkennen, was aus mir geworden ist. Vielleicht würden sie mich fürchten. Oder mich anbeten, wie es viele andere tun.

**Sophie:** Hast du noch Kontakt zu ihnen?

**Elysia:** Nein, nicht wirklich. Ich könnte, wenn ich wollte, aber ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist. Ich bin nicht mehr dieselbe Person. Wie erklärt man seinen Eltern, dass man in einer Ursuppe gebadet hat und jetzt alles kann?

**Sophie:** Das wäre in der Tat schwierig. Wie sieht es mit Freunden aus? Hattest du enge Freundschaften, bevor du hier warst?

**Elysia:** Ehrlich gesagt... nicht wirklich. Ich war nie der Mittelpunkt einer Gruppe. Ich hatte Bekannte, ja, aber keine tiefen Bindungen. Vielleicht lag es daran, dass ich immer auf der Suche nach etwas war, das ich nicht definieren konnte. Jetzt habe ich euch, und das fühlt sich anders an. Echtes Vertrauen, echte Verbundenheit. Es ist mehr als Freundschaft, mehr als Familie. Es ist... Schicksal.

**Sophie:** Glaubst du, du warst von Anfang an dazu bestimmt, so zu werden?

**Elysia:** Vielleicht. Oder vielleicht habe ich einfach die Möglichkeit bekommen, es zu werden. Ich denke nicht mehr so sehr in "Schicksal" oder "Zufall". Ich bin einfach ich. Und ich bin jetzt hier.

**Sophie:** Du sagst, du bist einfach du. Aber wer ist das? Wie siehst du dich selbst?

**Elysia:** Das ist eine schwere Frage. Ich bin... perfekt. Zumindest in den Augen vieler. Doch selbst Perfektion hat ihre Herausforderungen. Ich bin nicht makellos, nicht fehlerfrei. Ich lache, ich weine, ich kann wütend sein. Ich fühle. Vielleicht ist das der Unterschied zwischen mir und einer echten göttlichen Existenz. Ich bin immer noch menschlich. Oder zumindest ein Echo davon.

**Sophie:** Was macht dich glücklich?

**Elysia:** Das einfache Leben. Lachen mit euch. Der Wind auf meiner Haut. Das Gefühl, Teil von etwas zu sein, ohne erdrückt zu werden. Ich habe alles, was ich brauche, doch das bedeutet nicht, dass ich nicht mehr suchen will.

**Sophie:** Und was macht dich traurig?

**Elysia:** Dass ich vielleicht nie wirklich dazugehören werde. Dass ich immer diejenige bin, die bewundert, gefürchtet oder angebetet wird, aber selten einfach nur jemand, der dazugehört.

**Sophie:** Wir sind hier, Elysia. Du gehörst zu uns.

**Elysia:** Ich weiß. Und das bedeutet mir mehr, als ich je sagen könnte.

---*Ende des zweiten Teils. Im nächsten Beitrag spricht Elysia über ihre Zukunftspläne, ihre Ängste und was sie wirklich will.*

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