Auszug aus "Die Mondgeborene"
"Liebes Tagebuch,
Haha, ich habe heute ein Tagebuch bekommen. Der Mann sagt ich soll jetzt hier rein schreiben. Aber ich mag den Mann nicht. Der guckt immer so böse. Den anderen Mann.... ääähm wie ist sein Name? Federic, Genau! Onkel Frederic. Der ist total Nett. Hihi. Aber alles ganz von vorne. Mathilda hat gesagt, ich soll alles nach und nach schreiben. Also:
"Du musst hier warten." sagt eine Frau, dessen Gesicht man nicht sehen kann, da es von einer Kapuze bedeckt ist. Schatten umhüllen ihr Gesicht. Und da die Sonne gerade auf geht, und sie mit dem Rücken zu dieser steht, konnte das kleine Mädchen erst Recht nicht ihr Gesicht sehen.
"Aber warum denn?" Das kleine weißhaarige Mädchen war erschöpft. Sie wusste nicht was vor sich ging. Sie wusste nur, das sie dieser Frau folgen musste. Warum? Das wusste sie auch nicht. Heute Nacht kam sie zu ihr und nahm sie mit. Warum taten ihre Eltern nichts dagegen? Warum waren sie damit einverstanden? Warum musste sie weg?
Fragen über Fragen waren in den Kopf der kleinen. Doch egal wie oft sie fragte, sie bekam keine Antwort oder verstand diese nicht.
"Weil dich jemand hier finden und aufnehmen wird." Antwortete die Frau, dann drückte sie dem Mädchen einen Zettel hin die Hand. "Hier nimm das und gib das der nächsten Person, die aus diesem Tor kommt."
Das Mädchen verstand immer noch nicht. Warum sollte sie das tun? Aber sie wollte gehorchen, denn sie ist ja ein artiges Mädchen.
"Nagut" antwortete sie zurückhaltend. Ihr Gesicht gen Boden gesenkt. Sie musste warten, und was dann? Was würde dann passieren?
"Gut" sagte die Person, die das Mädchen nicht erkennen konnte. Aber es musste eine junge Frau sein, oder war es ein Mann? Die Stimme klang so Fremd. Sowas hatte sie noch nie gehört. Nicht mal bei den Insekten. Die Person schlug gegen eine Glocke, die sich neben dem Tor befand und entfernte sich rasch.
Nun stand sie da. Verwirrt, ratlos und irgendwie verloren. Warum hat man sie hier her gebracht?
"Ich muss hier warten" sagte sie zu sich selbst. Sie wollte sich mit dem Satz etwas Mut machen. Angst und Unsicherheit stiegen in ihr hoch und sie wollte nicht weinen. Nicht schon wieder. Sie hatte heute schon geweint. Sie wollte stark bleiben. Aber wo war sie? Warum war sie hier? Warum konnte sie nicht zurück zu ihren Eltern? Wo war ihre Mama und ihr Papa?
"Nanu? Wer bist du denn? Und was suchst du hier?"
Eine Stimme riss sie aus ihren Gedanken. Eine junge Frau stand vor ihr. Diese hatte ein weiß schwarzes Kleid an. Eine Kleidung welche sie noch nicht kannte.
Das Mädchen wusste nicht was sie tun sollte. Verwirrt stotterte sie rum. Was sollte sie nochmal tun? Etwas sagen? oder...
"Was hast du denn da in der Hand?" fragte die Frau.
Richtig der Zettel!
Die Kleine hielt der Frau den Zettel hin.
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