"Die Treue der Neko-Göttin"

 In den weiten, unendlichen Hallen des Herrschaftsgebäudes, das sowohl als Zufluchtsort als auch als Heim der göttlichen Familie diente, durchbrach das leise Klicken der Stiefel von Felisia die Stille. Sie war eine Neko-Göttin, von der Natur begnadet, mit der Anmut einer Katze und der Kraft einer Göttin. Ihr schwarzes Haar fiel in sanften Wellen bis zu ihrem Rücken, und ihr Blick war tief, grünblau wie die weiten Ozeane. Doch nichts konnte die Helligkeit und Wärme in ihren Augen überstrahlen, wenn sie an Meredith dachte.

Meredith war mehr als nur eine Herrscherin in Felisias Augen. Sie war die Quelle ihrer Loyalität, diejenige, die sie anführte, ihre Familie, und in deren Nähe ihre Liebe brannte wie ein unaufhaltsames Feuer. Diese Liebe war ruhig, doch so tief wie der Ozean.

Felisia hatte sie nie gefragt, warum sie so fühlte. Es war nicht notwendig. Die Anziehung war nicht nur körperlich, sondern eine mystische Verbindung, die durch die Zeit und die Dimensionen reichte. Sie wusste, dass ihre Seele für Meredith bestimmt war, auch wenn Meredith diese Liebe nie so aussprach.

An diesem besonderen Tag stand Felisia in Merediths Arbeitszimmer, die Hände leicht gefaltet vor ihrer Brust. Meredith, die in einen tiefen Bericht vertieft war, hob nur den Blick, als sie die Präsenz von Felisia wahrnahm. Ein leises Lächeln umspielte ihre Lippen.

"Felisia", sagte sie, ihre Stimme ruhig und doch von einer unerklärlichen Wärme erfüllt. "Hast du etwas für mich?"

Felisia trat näher, ein wenig schüchtern in ihrer Bewegung, doch in ihren Augen lag eine Unerschütterlichkeit, die nur eine Göttin wie sie verstehen konnte. „Ja, Meredith. Ich wollte dir nur sagen… dass ich immer an deiner Seite stehen werde. Egal, was kommt. Du bist mein Licht, mein Ziel, mein Leben.“

Meredith legte ihren Stift beiseite und betrachtete Felisia mit einer Mischung aus Zuneigung und Respekt. Sie wusste um die Tiefe der Gefühle ihrer treuen Gefährtin. Doch Meredith hatte ihre eigenen Dämonen zu kämpfen, ihre eigenen Zweifel an der Welt, die sie zu beherrschen versuchte.

„Ich weiß, Felisia. Du bist immer an meiner Seite, und das ist etwas, das ich nie als selbstverständlich ansehen werde“, sagte sie leise und stand auf. „Aber denk daran, dass du mehr bist als nur meine Schützerin. Du bist mehr als das. Du bist eine Göttin, die für sich selbst kämpfen kann.“

„Für dich würde ich immer kämpfen, Meredith. Und für uns“, erwiderte Felisia ruhig, ihre Hand sanft auf Merediths Arm legend.

Meredith senkte den Blick und spürte die unerschütterliche Hingabe in Felisias Berührung. Es war eine Liebe, die nicht nach Anerkennung strebte, sondern einfach war. Ein stiller Pakt, den sie beide unterschrieben hatten, als sie sich in dieser unendlichen Welt begegnet waren.

In diesem Moment, umgeben von der Zeit und den Äonen, die über sie hinweg strömten, wusste Meredith, dass Felisia nicht nur ihre Gefährtin war, sondern ihre unerschütterliche Konstante. Und die Loyalität dieser Neko-Göttin würde niemals erschüttert werden.

„Du bist mehr als genug, Felisia. Mehr, als ich jemals in einem anderen erreichen könnte“, flüsterte Meredith, und ein Hauch von Dankbarkeit flimmerte in ihren Augen.

„Ich werde immer bei dir sein“, antwortete Felisia, und in diesem Moment war es nicht nur ein Versprechen. Es war eine Wahrheit, die alles andere überdauerte.

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