Elfter Blogeintrag
Hey,
ich fühle mich, als hätte ich einen großen Schritt nach vorne gemacht. Die letzten Tage waren... interessant. Es war nicht einfach, mich mit allem abzufinden, was passiert ist, aber irgendwie habe ich es geschafft, Kontrolle über meine Fähigkeiten zu gewinnen – zumindest größtenteils. Ich entdecke immer noch neue Dinge, aber ich lerne, damit umzugehen.
Heute war mein erster Tag zurück in der Schule, seit das Ganze angefangen hat. Es war seltsam, wieder da zu sein, fast als wäre ich jemand anderes. Aber gleichzeitig war es auch... normal. Keiner hat mich groß beachtet, abgesehen von ein paar bewundernden Blicken, die ich mittlerweile ignorieren kann. Ich denke, mein Auftreten hat sich geändert. Früher hätte ich mich in solchen Momenten unwohl gefühlt, aber jetzt? Ich bin selbstbewusster.
In den Klassen habe ich gemerkt, dass ich Sachen schneller verstehe. Mein Gedächtnis ist unglaublich – ich kann mir jedes Detail merken, sogar Dinge, die ich nur flüchtig gelesen habe. Mathe, das früher mein Albtraum war, ist jetzt einfach. Bio und Geschichte? Kein Problem. Ich glaube, ich habe das schon mal erwähnt, aber es fühlt sich jedes Mal wieder wie eine Überraschung an, wie mein Gehirn jetzt arbeitet.
Nach der Schule habe ich Zeit mit Lisa verbracht. Wir haben uns auf eine Wiese gesetzt, etwas getrunken und geredet. Es hat gutgetan, mit ihr zu lachen, einfach wie früher. Sie war anfangs immer noch etwas zurückhaltend, als würde sie mich nicht ganz verstehen oder sich unsicher fühlen, ob ich noch die gleiche Marie bin. Aber ich habe ihr klar gemacht, dass sich zwischen uns nichts geändert hat. Ich bin immer noch Marie, ihre beste Freundin, kein übernatürliches Wesen, keine Göttin oder was auch immer sie sich ausgemalt hat.
Das Gespräch hat uns beiden gutgetan. Ich sehe, dass sie mich immer noch als ihre Freundin sieht, auch wenn sie sich an die ganze Situation gewöhnen muss. Lisa ist mir unglaublich wichtig, und ich möchte nicht, dass sich das zwischen uns ändert. Sie hat mich sogar dazu gebracht, ein bisschen über meine Fähigkeiten zu lachen – wir haben überlegt, ob ich irgendwann durch Wände gehen kann oder ob ich doch „nur“ fliegen und unsichtbar sein kann.
Es fühlt sich gut an, wieder ein Stück Normalität zu haben. Ich weiß, dass mein Leben nie mehr ganz so sein wird wie vorher, aber vielleicht ist das auch okay. Ich bin stärker, klüger, selbstbewusster – und ich habe immer noch Lisa an meiner Seite.
Mal sehen, was die nächsten Tage bringen. Ich bin gespannt.
Bis bald,
Marie 🌟
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