Achter Blogeintrag
Hey,
es sind ein paar Tage vergangen, seit ich das letzte Mal hier geschrieben habe. Ich wollte es öfter tun, aber es fiel mir schwer, meine Gedanken zu sortieren. Alles ist so chaotisch und überwältigend. Ich habe die meiste Zeit allein verbracht, irgendwo im Wald oder an verlassenen Orten, wo mich niemand finden konnte. Ich wollte keinen sehen, wollte nicht reden, wollte einfach... verschwinden.
Ich habe viel nachgedacht. Über das, was mit mir passiert, und über das, was ich Lisa gezeigt habe. Sie weiß jetzt, dass ich nicht mehr dieselbe bin. Aber was, wenn ich nie wieder ich selbst sein kann? Ich habe das Gefühl, dass ich langsam alles verliere, was mich ausgemacht hat.
Heute ist Lisa zu mir gekommen. Sie hat mich gefunden, obwohl ich versucht habe, mich vor allen zu verstecken. Ich wollte nicht mit ihr reden, aber sie hat nicht locker gelassen. Sie hat gesagt, sie mache sich Sorgen um mich, dass sie mich nicht einfach aufgeben kann.
Aber Lisa war... anders. Sie war nicht die selbstbewusste, freche Lisa, die ich kenne. Sie war unsicher, fast schüchtern. Sie hat mich angesehen, als wäre ich jemand, zu dem sie aufschauen müsste, und nicht ihre beste Freundin. Es war schrecklich. Ich wollte schreien, dass ich das nicht will, dass sie aufhört, mich so zu sehen. Aber ich konnte es nicht.
Wir haben lange geredet. Über das, was passiert ist, und darüber, wie ich mich fühle. Lisa meinte, ich müsste das akzeptieren, was mit mir geschieht. Dass ich keine Wahl habe, als damit umzugehen. Ich wollte das nicht hören. Ich will diese Veränderungen nicht. Ich will keine Kräfte, keine Perfektion, keine Angst davor, was als Nächstes kommt. Ich will einfach nur normal sein.
Aber Lisa hat mich überzeugt. Nicht, weil sie Recht hatte, sondern weil ich keine andere Wahl sehe. Ich kann das nicht ignorieren, selbst wenn ich es will. Also habe ich angefangen, meine Kräfte zu testen. Ich wollte wissen, was ich kann und wie es funktioniert.
Ich habe versucht, mich zu konzentrieren, diese Energie in mir zu spüren und zu kontrollieren. Es ist schwer zu beschreiben, aber es fühlt sich an wie ein Strom, der durch meinen Körper fließt, immer da, immer bereit, freigesetzt zu werden. Ich habe ein paar Dinge ausprobiert – kleine Sachen –, aber ich schreibe dazu später mehr.
Ich weiß nicht, wohin das führt, aber ich habe das Gefühl, dass ich endlich etwas tue, statt nur zu fliehen.
Bis bald,
Marie 🌟
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